pipe line 

ortsspezifische Skulptur 2015, geschliffene Metallrohre, 2,5x2x0,8m

 

Leonding  



 

‚Innen‘ fließt ‚außen‘ – stilisierte Leitungsrohre verlassen ihre funktionell vorgeschriebenen Wege im Untergrund und erweitern sich in den sichtbaren öffentlichen Raum. Die technische Infrastruktur zur Energieversorgung ist die Prämisse für Bewegung, Produktivität und Fortschritt von Gemeinwesen – trotzdem ist man sich ihrer nicht im selben Maße bewußt, wie sie selbstverständlich ist. Dass die instrumentalisierten Kräfte zwar die alltägliche Grundlage für den modernen öffentlichen Raum stellen, aber verborgen wirken müssen, liegt wohl an der einfachen Tatsache, dass schlichte Funktionalität gemeinhin als hässlich wahrgenommen wird. In dieser Skulptur wird Funktionalität in ihr Gegenteil verkehrt, indem deren Ästhetik überbetont wird. Glänzende Oberflächen aus geschliffenem Metall ergeben in Zusammenschau mit der Örtlichkeit ein Spiel aus Licht und Schatten, Farbe und Form, welches das ansonsten Unsichtbare plastisch erfahrbar macht und eine eingängig erfassbare Intervention in die lückenhafte Wahrnehmung von öffentlichem Raum darstellt.