pipe organ

ortsspezifische Klangskulptur 2014, manipulierte PVC-Rohre, 3,5x2,5x1m

 

Schenkelsberg, Kassel    



 

Die Form der Skulptur versteht sich als anschaulicher ‚Eingriff‘ in den Erdboden, aus dem verborgene Versorgungsleitungen zu Tage treten. Deren Allgegenwart ist man sich für gewöhnlich wenig bewusst, obwohl ihre Infrastruktur ein Gemeinwesen erst funktionieren lässt. Die herausragenden Rohre machen nicht nur Kanäle für Energie sichtbar, die so selbstverständlich wie versteckt im Sinne der Allgemeinheit fließt, sondern auch mögliche Ströme hörbar. Im Vordergrund steht nicht die Erfindung von Form, sondern das ‚Einfangen von Kräften‘ (Deleuze), das sich in einer skulpturalen Momentaufnahme manifestiert. Jedes der Rohre ist manipuliert – wie eine Art ‚Orgelpfeife‘ akustisch gestimmt – und wird allein durch die vorherrschende Windsituation bespielt.