see trau'n 

veränderliche ortsspezifische Skulptur 2015, Aluminium geschweißt, Bücher, 7x7x2,40m

gemeinsam mit Bartholomäus Kinner

 

Traunsee/Ebensee




‚Wiederauf(ab)tauchen‘ der 1934 versenkten Bibliothek aus dem Arbeiterheim Ebensee

 

In der Nacht vom 22. auf 23. September 1934 versenkte die Heimwehr etwa 800 Bücher der Arbeiterbücherei im Traunsee. Die Vernichtung von unliebsamem Gedankengut demonstriert die Macht, die Unterdrückende wie auch Unterdrückte dem Wissen zuschreiben. Schließlich befördert Bildung das Verstehen der eigenen sozialen Situation sowie von gesellschaftlichen Zusammenhängen. Information verheißt freie Meinung und wird von undemokratischen Mächten als gefährlich bekämpft, da eigenständig urteilende Menschen eher Manipulation widerstehen. Dieses Verhältnis von Bildung, Repression und Macht ist der Hintergrund, vor dem die versenkte Bibliothek „wiederauftaucht“. 

 

Zur Arbeit besteht ein zwölfminütiger Audioguide, der die historischen Hintergründe von 1934 ausführlich thematisiert.